PEGIDA-Marsch verhindern!

In Würzburg setzen sich die PEGIDA aus Funktionären der AfD, NPD, Pi-News, DIE FREIHEIT, der Identitären Bewegung und vereinzelten Personen aus dem Kameradschaftsspektrum zusammen.

Nachdem es uns gelungen ist ihre dritte Demonstration erfolgreich zu blockieren, wollen wir an diesen Erfolg anknüpfen und die RassistInnen diesen Montag erneut keinen Meter marschieren lassen!

Dazu sind wir auf die Unterstützung auswärtiger AntifaschistInnen und AntirassistInnen angewiesen, da die Polizei, allen voran das USK, mit allen Mitteln versuchen wird, die RassistInnen laufen zu lassen.(Zusammenfassung vom letzten Montag)

Diesen Montag werden die RassistInnen im Gebiet um die „Neubaustraße“ um 19 Uhr marschieren, genaueres ist bisher nicht bekannt.

Treffpunkt für Gegenaktivitäten ist der „Vierröhrenbrunnen“ beim Rathaus um 17.45! (Dort wird auch gegen 18.15 die angemeldete Abschlusskundgebung des Würzburger Montagsspaziergangs stattfinden, welcher um 17.30 vom Hauptbahnhof startet)

Die Nummer des Ermittlungsausschusses (EA) für diesen Tag lautet: 015757716319.

Falls es News zur PEGIDA-Route oder allgemeine Änderungen und Neuigkeiten gibt, werden diese im Laufe des Montags hier bekannt gegeben.

Wir sehen uns auf der Straße!
No Pasaran!

23.06 Anti-Repressionsdemo

Beginn: 18 Uhr Bahnhofsvorplatz

Betroffen sind einige gemeint sind wir alle!

Solidarität mit dem angeklagten Antifaschisten in Würzburg!

Am 1. Mai 2013, dem internationalen Kampftag der ArbeiterInnen gegen wirtschaftliche Ausbeutung und politische Unterdrückung, marschierte die Neonaziorganisation Freies-Netz-Süd in Würzburg auf, um diesen Tag für ihre menschenverachtende faschistische Propaganda zu vereinnahmen. Dies wollte eine Gruppe junger aktiver AntifaschistInnen so nicht hinnehmen und blockierte den Naziaufmarsch erfolgreich in der Semmelstraße.

Nun soll einem dieser AntifaschistInnen der Prozess gemacht werden.
Die Staatsanwaltschaft bezichtigt ihn mit den Vorwürfen der gefährlichen Körperverletzung, Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung. Schon am ersten Prozesstermin machte die Staatsanwaltschaft deutlich, wie wichtig ihr eine Verurteilung in diesem politischen Prozess ist. So konnte sich nicht einmal der angeblich geschädigte Polizist an den Angeklagten erinnern. Auch sagte der angeblich Geschädigte aus, dass er zu keinem Zeitpunkt mit Wirkungstreffern getreten wurde, was die Staatsanwaltschaft aber weiterhin behauptet. Die Staatsanwaltschaft stützt sich in ihren Vorwürfen lediglich auf die hauptbelastende Aussage eines verdeckt eingesetzten Beamten im sogenannten „Schwarzen Block“.

Das eine solche Kriminalisierung von antifaschistischem Engagement keine Ausnahme ist, zeigen etliche ähnliche Fälle in der ganzen Bundesrepublik. So steht der Jenaer Jugendpfarrer Lothar König noch immer wegen dem abstrusen Vorwurf des „besonders schweren aufwieglerischen Landfriedensbruch“ bei den Protesten gegen Europas größten Neonaziaufmarsch im Februar 2011 vor Gericht. Wegen den gleichen Protesten wurde auch der Familienvater Tim H. zu knapp zwei Jahren Gefägnis verurteilt. Sein Vergehen? Er soll mit den Worten „Kommt nach vorne“ zu einem Durchbruch einer Polizeikette aufgerufen haben. Dies sind nur zwei Beispiele von hunderten, die symbolisch dafür stehen, wie energisch die deutsche Justiz gegen AntifaschistInnen vorgeht, während Neonazis jahrelang ungehindert mordend durchs Land streifen konnten.
Nicht nur die NSU Morde, sondern auch die seit Wiedervereinigung über 180 Todesopfer rechter Gewalt machen deutlich, wie wichtig ein aktiver Antifaschismus in Deutschland ist.

Das die deutschen Repressionsbehörden gegen unsere Bewegung auf diese Weise vorgehen, verwundert uns aber keineswegs. Denn der Faschismus ist keine Randerscheinung unserer Gesellschaft, sondern nur der widerliche Auswuchs der kapitalistischen Verhältnisse hierzulande. Der Faschismus ist die extremste Form kapitalistischer Produktionsweise, denn er ist eine Krisenideologie des Kapitalismus und dieser neigt systembedingt immer zu Krisen. Selektierung in nützliches und unnützes Leben, extreme Konkurrenzverhältnisse, das Recht des Stärkeren, ungerechte Macht- und Eigentumsverhältnisse, Schuldzuschreibungen antisemitischer und rassistischer Natur sind Alltag in kapitalistischen Gesellschaften. Deshalb muss richtiger und konsequenter Antifaschismus immer auch antikapitalistisch sein und darf sich keinesfalls auf symbolische Gesten, fernab faschistischer und rassistischer Aufmärsche, beschränken, sondern Antifaschismus muss massenhaft praktisch werden!

In diesem Sinne rufen wir dazu auf den Prozess gegen unseren Genossen am 2.7. vor dem Amtsgericht Würzburg kritisch und solidarisch zu begleiten!

Feuer und Flamme der Repression!

11.09.13 npd-kundgebung in würzburg

Ab 11 Uhr plant die neonazistische NPD eine Kundgebung am Vierröhrenbrunnen. Wir rufen alle AntifaschistInnen dazu auf, gemeinsam mit uns, den Nazischweinen den Tag zu versauen!!!

„Europa erwacht“-Festival des FNS in Roden-Ansbach

Das Neonazinetzwerk „Freies Netz Süd“ plant am Samstag ein grosses Rechtsrockfestival in Roden-Ansbach.
Organisiert von den ans FNS angebundenen Gruppen „Bund Frankenland e. V.“ (um Uwe Meenen und Norman Kempken), „Deutsch Böhmischer Freundeskreis“ (um Robin Siener) und „Deutsch Ungarischer Freundeskreis“ (um Matthias Fischer) und dem neonazistischen „Final Resistance“-Versand von Daniel Weigl kündigen Neonazis bereits Auftritte der Rechtsrockbands „P.W.A.“ (aus Estland), „Act of Violence“ (Laupheim), „Vérszerzödés“ (aus Ungarn), „Bohemia“ (aus der tschechischen Republik) , „Stimme der Vergeltung“ und die „Lunikoff Verschwörung“ sowie der Redner Matthias Fischer, Zsolt Illés, Tony Gentsch, Dieter Riefling, Jíří Froněk und Philippe Eglin an.

Die Veranstaltung ist jedoch durch die Gemeinde verboten und das Verbot durch zwei Instanzen bestätigt worden. Nichtsdestotrotz kündigen die Neonazis auf ihrer Homepage an, am Samstag dem Dorf nicht fernbleiben zu wollen.
Ab 13 Uhr gibt es bürgerliche Gegenaktivitäten des lokalen Bunt-Bündnisses.
Wir rufen alle AntifaschIstinnen dazu auf eigene Akzente zu setzen und den Faschisten nicht das „Hinterland“ zu überlassen!

EA-und Infotelefonnummern erfahrt ihr zeitnah auf:
Bündnis NoPasaran Würzburg

Antikapitalistische 1.Mai Demonstration! 18.Uhr Haupbahnhof

Her mit dem schönen Leben für alle! Gegen Ausbeutung, Arbeitsfetischismus und Nationalismus!

Der 1. Mai ist traditionell der internationale Kampftag gegen wirtschaftliche Ausbeutung, politische Unterdrückung und für ein gutes Leben für alle Menschen. Er nimmt seinen Ursprung in den USA des späten 19. Jahrhunderts in den Massenunruhen, die sich 1886 aus Streiks für den Achtstundentag von Chicago über die ganzen USA und weltweit ausbreiteten.

Im kapitalistischen Wirtschaftssystem bedeutet jede Art von Arbeit Fremd- bzw. Selbstausbeutung.
Für uns kann es deswegen nicht darum gehen, lediglich „bessere Arbeitsbedingungen“, „Mindestlohn“ etc. zu schaffen oder die ärgsten Auswüchse der Ausbeutung wie Zeitarbeit zu bekämpfen. Derartige Abwehrkämpfe können wenn überhaupt nur temporär und regional begrenzt minimale Erfolge bringen.
Die Weigerung, die Lohnarbeit als Ausbeutung an sich in Frage zu stellen, macht jede Kritik systemimmanent und ist Ausdruck einer allerorts propagierten und tief verinnerlichten Arbeitsideologie. Anstatt als Notwendigkeit zur Existenzsicherung begriffen zu werden, wird die Arbeit zum charakteristischen Teil der Person und Quelle individuellen Glücks stilisiert.
Sie definiert den Wert des Individuums und ist – nicht nur im materiellen Sinne – unabdingbare Voraussetzung für gesellschaftliche Akzeptanz und Teilhabe. Um den Ausbeutungs- und Zwangscharakter der Arbeit zu verschleiern, wird sie positiv aufgeladen und damit zum Fetisch für die unbefriedigten zwischenmenschlichen Bedürfnisse in einer durchökonomisierten Welt.
Dieser Arbeitsfetischismus ergänzt den äußeren Zwang in – für das Funktionieren des Systems – idealer Weise und stabilisiert es gerade auch in Krisenzeiten enorm.

Arbeit ist im Kapitalismus nicht einfach das Verrichten gesellschaftlich notwendiger Tätigkeiten, sondern dient einzig dem Zweck Mehrwert in Geldform zu schaffen. Diese systemische Verrücktheit manifestiert sich nirgendwo anschaulicher als im Umgang mit arbeitssparenden Erfindungen. Anstatt diese für ein angenehmeres Leben und mehr Muße aller Beteiligten zu nutzen, werden Menschen durch Maschinen ersetzt und die Restlichen im Produktionsprozess verbliebenen gezwungen noch mehr zu arbeiten.
Dabei führt der Kapitalismus keineswegs zu allgemeinen Wohlstand wie von seinen ideologischen Verfechtern propagiert. Der Reichtum weniger steht weltweit wachsender Armut und Elend gegenüber, zwei Seiten der selben Medaille, die sich gegenseitig bedingen. So leben drei Viertel der Menschheit unterhalb des Existenzminimums, alle drei Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen von Unterernährung und heilbaren Krankheiten und erstmals seit Ende des 2. Weltkriegs verteilt das Rote Kreuz aktuell Nahrungsmittelpakete an 3,3 Mio. Spanier*innen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Eine ebenfalls das kapitalistische Ausbeutungssystem stabilisierende und verschleiernde Ideologie ist der Nationalismus. Das künstliche Konstrukt der Nation täuscht gemeinsame Interessen ihrer Mitglieder vor und leugnet grundlegende Klassengegensätze. So wird vorgegaukelt, dass beispielsweise ein*e Obdachlose*r und ein*e Millionär*in der selben Nationalität mehr gemeinsam hätten, als Menschen in gleichen Lebensbedingungen, aber mit unterschiedlicher Staatsbürgerschaft. Als ausgrenzendes Konzept leitet der Nationalismus jedwede Unzufriedenheit mit den eigenen Lebens- und Arbeitsbedingungen auf alles als „fremd“ definierte um, schafft Sündenböcke und schützt so die ungerechte Gesellschaftsordnung.

Lasst uns am 1. Mai gemeinsam für eine Welt ohne Grenzen und Klassen auf die Straße gehen, in der nicht für Kapitalakkumulation, sondern für den Bedarf und zum Wohle aller produziert wird!

1. Mai 2013 18.00 Uhr Hauptbahnhof Würzburg




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